Die Nachricht war ein Schock – weit über die Grenzen von Österreich hinaus.
Nachdem Guido Burgstaller (36) im vergangenen Dezember mit Kollegen im Wiener Volksgarten unterwegs war, wurde er auf offener Straße angegriffen, bekam einen Schlag ins Gesicht, prallte bewusstlos zu Boden auf. Sein Verein, Rapid Wien, erhielt von den Ärzten die Meldung: Der Zustand sei kritisch. Was nichts anderes hieß als: Es geht um Leben und Tod. Nun steht der Stürmer wieder auf dem Platz. In SPORT BILD spricht der Ex-Schalker über die schlimme Zeit.
„Du kannst es gar nicht fassen, du schiebst es von dir weg“, sagt der Ex-Schalker über den Moment, als seine Familie ihm im Krankenhaus erzählte, was genau passiert ist. Er selbst kann sich an den Vorfall nicht erinnern. „Ich habe in dem Moment einfach nur gehofft, dass die Blutungen in meinem Kopf nicht schlimmer werden. Dann wäre es nämlich wirklich kritisch geworden. Alle paar Stunden wurde ein CT gemacht, um das zu überprüfen. Ich konnte nur abwarten und beten.“
Der 10. April: das Comeback! Burgstaller wird im Viertelfinal-Hinspiel der Conference League von Rapid Wien beim Djurgardens IF (Schweden) eingewechselt
<!–>
Am Ende konnten die Ärzte sogar auf eine OP verzichten. Burgstaller: „Weil die Blutungen dann zum Glück rückläufig waren. Ich hatte das große Glück, dass mein Schädel gebrochen war. Das hat mich gerettet. Denn das Gehirn schwillt nach so einem Aufprall stark an und benötigt mehr Platz. Durch den Riss in der Schädeldecke war das gegeben. Andernfalls hätten die Ärzte meinen Kopf aufbohren müssen, um den Druck abzusenken.“
Seit dem brutalen Überfall kann der Österreicher weder richtig riechen noch schmecken. „Am Anfang habe ich das fast überhaupt nicht gemerkt, weil meine Gedanken ganz woanders lagen. Erst in den Wochen danach wurde mir das bewusst. Bei ganz alltäglichen Dingen: Wenn du durch den Wald läufst und die Natur nicht riechen kannst. Oder den Geruch von Menschen nicht mehr wahrnimmst.“
[–>Nun versucht er, seine Sinne zu trainieren: „Der Neurologe gab mir Öle, an denen ich immer wieder rieche. Eukalyptus, Basilikum, Lavendel. Damit das Gehirn diese Reize vielleicht wieder aufnehmen kann. Bis jetzt ist es aber immer noch der Stand nach dem Unfall. Der Arzt sagte mir, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis die Sinne zurückkommen. Bis dahin hoffe ich.“
Und wenn bis dahin nichts passiert? „Dann wird es wahrscheinlich lebenslang so bleiben. Aber ich möchte mich nicht beklagen. Es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.“
Mit 40.000 Fans singen: Gänsehaut-Moment für HSV-Ewigkeit
This news was originally published on this post .
Be the first to leave a comment