Er ist der dienstälteste Fuchs beim Deutschen Meister, Fabian Wiede (31) geht nun schon in seine 14. Saison in der Daikin Handball-Bundesliga und bei den Berlinern und ist voller Vorfreude.
Wiede zu SPORT BILD: „Mein Körper hält, ich fühle mich superfit, ich bin sehr zufrieden, wie es zurzeit läuft. Ich habe gerade vielleicht mein bestes Niveau. Gut, vor meiner Schulter-OP hatte ich vor fünf, sechs Jahren sicher einen härteren Wurf, aber spielerisch habe ich mich noch einmal weiterentwickelt.“
Emotionen pur: Der Meister-Moment der Füchse!
Besonders in der Rückrunde der letzten Saison fiel Nationalspieler Wiede bei den Füchsen auf: top in der Abwehr, exzellenter Vorlagengeber, zuverlässiger Backup für Superstar Gidsel, torgefährlich auf der Mitte und auf Halbrechts. Immer wenn Energie-Geber Wiede gebraucht wurde, war er da. Und wie! Viele Handball-Experten wünschten sich deshalb seine schnelle Rückkehr in die Nationalmannschaft.
Doch da gibt es ein Problem aus der Vergangenheit. Füchse-Star Fabian Wiede war beim Bundestrainer Alfred Gislason (65) zuletzt besonders in Ungnade gefallen, weil er zu oft Lehrgänge und Turniere absagte. Doch Anfang 2023 gab es ein klärendes Gespräch zwischen beiden. Eine Einladung bekam er danach trotzdem nie wieder.
Nationalspieler Wiede: „Ich weiß nicht, was der Bundestrainer gegen mich hat“
Wiede zu SPORT BILD: „Ich weiß nicht, was der Bundestrainer gegen mich hat. Ich dachte, nach dem klärenden Gespräch wären alle Probleme beseitigt. Doch danach habe ich nie wieder von ihm gehört. Zwischen uns herrscht leider Funkstille.“
Wiede verrät: „Vor Olympia 2024 bekam ich noch einmal einen Anruf vom Co-Trainer (Erik Wudke/ d. Red.), ob ich bereit für die Spiele sei, doch ich musste ihm leider absagen. Denn ich hatte erst im März nach einer schweren Fußverletzung mit OP mein Comeback gegeben. Und ich brauchte den Sommer, um überhaupt wieder richtig Handball spielen zu können.“
Mai 2021: Fabian Wiede (l.) darf unter Alfred Gislason (2.v.l.) die Qualifikation zur Euro 2022 mitspielen
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Und Wiede ergänzt: „Natürlich macht man das nicht gern. Ich spiele immer gern für Deutschland, aber ich fand es nur fair, denn ich war nicht fit und hatte immer noch Schmerzen im Fuß. Ein Olympia-Turnier in dem Zustand war für mich unmöglich.“
Auch die letzte Handball-WM 2025 fand ohne den begnadeten Linkshänder statt. Was nun? Spielt er noch einmal für Deutschland?
Wiede ehrlich: „Ich habe nie meine Nationalmannschaft-Karriere beendet, ich laufe immer gern im Deutschland-Trikot auf und werde immer alles geben. Ich bin bereit, aber ob das unter dem Trainer noch einmal funktionieren wird, weiß ich nicht.“
[–>Jetzt freut er sich erst einmal auf den Bundesliga-Start: „Ich finde mit den zwei Neuzugängen und unserer eigenen Entwickung als Team im letzten Jahr sind wir noch stärker geworden. Wir werden alle Vollgas geben und ich bin optimistisch, dass wir wieder um den Titel mitspielen werden.“
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