Was macht ein Bundesminister, wenn er nicht mehr Bundesminister ist? Er genießt, dass er mehr Zeit für seine Hobbys hat. Wie Robert Habeck.
Der Ex-Vizekanzler und -Wirtschaftsminister taucht am Sonntag mal wieder in der GP Joule Arena in Flensburg auf, sieht eine überraschende 28:33-Niederlage der heimischen SG gegen die Rhein-Neckar Löwen in der Daikin Handball-Bundesliga.
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Habeck sitzt auf der Tribüne neben Schleswigs-Holsteins Daniel Günther (CDU), sie tragen das Heim-Trikot der SG Flensburg-Handewitt. Beide sind öfter Gast bei der SG. Aber sie bringen diesmal kein Glück, für den Landesvater ist es sogar die allererste Niederlage der SG, die er live in der Halle sieht.
Im Halbzeit-Interview bei Dyn ist Günther zusammen mit Flensburgs verletztem Superstar Simon Pytlick zu Gast, verrät, dass er eigentlich ein Fan des Nord-Rivalen ist: „Das wissen die Flensburger auch, ich bin THW-Kiel-Fan, und das lege ich auch als Ministerpräsident nicht ab. Und trotzdem finde ich, ist Flensburg ein richtig cooler Verein.“
Handball: Robert Habeck schaut mal wieder bei der SG Flensburg-Handewitt vorbei
Deshalb hat er auch keine Probleme damit, beim Final4 der European League in Hamburg am kommenden Wochenende beiden Nord-Klubs die Daumen zu drücken: „Es ist natürlich super, dass sie nicht im Halbfinale aufeinandertreffen, so dass es ein Finale geben kann, wo dann zwei schleswig-holsteinische Vereine um die Krone Europas, zumindest im EHF-Pokal, kämpfen.“
Pytlick wird auch dabei nicht helfen können, er bekräftigt nochmal, dass die Saison für ihn nach seinem Unterarmbruch gelaufen ist: „Ich werde diese Saison nicht mehr spielen können.“
[–>Wie schwer sich Flensburg ohne ihn tun kann, zeigen ausgerechnet die sonst defensiv nicht unbedingt überragenden Rhein-Neckar Löwen auf. Vor allem Torwart Mikael Appelgren ist super drauf, bringt die SG mit 18 Paraden zur Verzweiflung.
Im Angriff wirkt Spielmacher Juri Knorr in seiner Heimatstadt besonders motiviert, zeigt eine starke Leistung mit sechs Toren, die aber von Jon Lindenchrone noch getoppt wird, der zwölfmal trifft. Für Flensburg ist Emil Jakobsen mit zehn Toren bester Werfer.
ThSV Eisenach – VfL Gummersbach 30:34
Im Aufeinandertreffen der Nationalmannschafts-Shootingstars gibt es zwei Sieger am Sonntag. Das Privat-Duell der Rückraum-Halblinken entscheidet Marko Grgic für sich, der 13 Buden wirft, Miro Schluroff glänzt beim VfL immerhin mit acht Toren. Das Spiel ziehen allerdings Schluroffs Gummersbacher, die in der Tabelle dadurch den ThSV auf Distanz halten.
Kommentator fassungslos: Ist DAS der schlechteste Wurf der Handball-Saison?
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